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07.2021

Topmodel

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Eine ihrer Gäste war die erfrischend, fröhliche Gesangspädagogin Hilda Breer. Manche kennen sie vielleicht schon aus der Show Supertalent mit Dieter Bohlen. Andere mögen evtl. den groß aufgemachten Skandalartikel in der Bild-Zeitung über sie gelesen haben. Dort stand: “Oma Hilda (80) jobbt als Hure!” Eine Überschrift, wie sie eben für die Bild-Zeitung typisch ist.

Die Begleitdamen von Topmodel Agentur

In der Sendung erzählte Hilda Breer jedoch unglaublich sympathisch und frei von der Leber weg von ihren Erfahrungen im Bordell. Die neugierige Lys Assia stellte ihr interessante Fragen und es entstand eine entspannte Atmosphäre zwischen diesen beiden Damen, die sich so offen und selbstverständlich über die Tätigkeit “Prostituierte” austauschten. Das konnte Frau Maischberger gar nicht nachvollziehen und musste an dieser Stelle nachhaken, wie es denn sein kann, dass Frau Assia so vorurteilsfreie Fragen stelle, denn immerhin wäre das ja nicht selbstverständlich bei diesem vorurteilsbehafteten Job. Und auch im weiteren Verlauf des Gesprächs versuchte Maischberger journalistisch, kritisch zu ergründen, wo denn die Tücken des Bordellalltags liegen könnten. Anscheinend konnte sie es nicht fassen, dass für Hilda Breer der Job in der Tat positiv verlaufen ist und sie in einem seriösen Bordell arbeitete. Der einzige Missstand für die 80-jährige Dame waren die Treppen des Hauses.

 

Susanne Fröhlich schaltete sich an dieser Stelle ebenfalls ein, dass man diese Tätigkeit auf gar keinen Fall verharmlosen dürfte.

 

Man versuchte vergeblich in Frau Breer das Opfer zu finden – und scheiterte kläglich. Außer, dass sie in finanzieller Not steckte, gab es keine Anzeichen für irgendeine Opferrolle.

 

So gesehen ist also jeder Mensch, der aus finanzieller Not arbeiten geht, ein Opfer? Und ist nicht jeder Mensch, der nicht arbeiten geht, dann früher oder später Opfer? Also ist das Arbeiten an sich nur eine Tätigkeit für Opfer?

 

Ich komme an dieser Stelle nicht so ganz mit, wenn man verzweifelt versucht, Frauen, die als Prostituierte arbeiten, diese Rolle unterzuschieben. Hilda Breer mochte den Begriff Prostituierte übrigens gar nicht hören. Der passte für sie nicht. Er war ihr zu negativ angehaucht, was einige der Diskussionsteilnehmerinnen ja offensichtlich machten.

 

Doch als Opfer kann man sich des Mitleids der von oben herabschauenden Meute sicher sein. Sie helfen einem dann auch gerne wieder auf, sofern man zur Katharsis von allem Schlechten fähig ist. Nur dient die von der Hure verlangte Katharsis, in Wirklichkeit ausschließlich der eigenen. Das wusste schon Aristoteles und vielleicht ist das auch der Grund, weshalb die pseudo-empathischen Claqueure so erpicht auf die Tragödie der Hure sind.

 

Auch ich wurde oft gemahnt, wie ich denn von Frauen, sogar noch von Kolleginnen, Geld für eine Beratung verlangen könnte!

 

Zum einen sind Damen, die sich für diesen Beruf entscheiden, keine Kolleginnen, sondern eher Mitbewerberinnen. Erster Denkfehler! Und zweitens sind für mich die Frauen, die sich freiwillig und bewusst zu dieser Tätigkeit entscheiden, keine selbsternannten Opfer, die Beistand in einer Selbsthilfeorganisation benötigen. Die mag es auch geben, keine Frage, und dafür gibt es auch Vereinigungen wie Hydra e.V., Cassandra, etc.

 

Ich richte meine Escort-Beratung ganz gezielt an die freien Frauen, die selbstbestimmt und mit einer gewissen Affinität diesen Beruf für sich entdeckt haben.

發表於2021.7.26
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